AKADEMISCHE ARTIKEL

Während des Studiums schreibt man viele Arbeiten, die üblicherweise niemals jemand lesen wird. Ich möchte dem entgegenwirken. Hier finden sich darum ein paar meiner Artikel. Sie sollen einem akademischen Standard genügen, sind alle gut bewertet worden, aber nicht publiziert/von unabhängigen Peers geprüft.

 
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HUMAN RIGHTS LAW AND THE OBLIGATION OF STATES TO GRANT ASYLUM TO DISPLACED PEOPLE

26. Juli 2021

In der Arbeit geht es um potentielle menschenrechtliche Verpflichtungen von Staaten gegenüber vertriebenen Personen (sog. displaced people) in Bezug auf die Gewährung von Asyl. Der erste Teil ist eher juristischer Natur und widmet sich der Erklärung des Problems, dass viele Menschen auf der Flucht nicht als Flüchtlinge anerkannt und in prekäre Situationen zurückgeschickt werden. 

Im zweiten Teil sollen zwei mögliche Strategien aufgezeigt werden, wie man gegen diesen Umstand argumentieren könnte. Die erste Strategie betrifft die Normenhierarchie im Völkerrecht und zielt darauf ab, die Menschenrechte darin höher zu platzieren. Die zweite Strategie fokussiert auf den Begriff der Menschenwürde und verfolgt das Ziel, dessen Bedeutung so zu erweitern, dass vertriebene Personen durch das Recht auf Leben vor Zurückweisung geschützt werden können.

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VINDICATION OF AN EVERYDAY GENERALIZATION ARGUMENT FOR A DUTY OF POLITICAL PARTICIPATION

10. März 2021

In einem einflussreichen Artikel aus dem Jahr 2000 haben Lomasky und Brennan argumentiert, dass das Generalisierungsargument für eine Pflicht zu wählen nicht überzeugend ist, auch wenn es nur als Heuristik für ein ausgefeilteres anerkannt wird. In diesem Artikel argumentiere ich, dass sie insofern richtig liegen, als dass ein Generalisierungsargument für eine moralische Wahlpflicht nicht unmittelbar funktioniert. Allerdings funktioniert es für eine moralische Pflicht zur politischen Partizipation und damit zumindest indirekt auch für eine moralische Wahlpflicht.

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A FIDUCIARY DUTY OF ETHICAL ADEQUACY AND SRI

11. Februar 2021

Aktuelle Argumente für sozial verantwortliches Investieren (SRI) beziehen sich eigentlich immer auf die treuhänderische Klugheitspflicht und damit auf Überlegungen über die ökonomische Angemessenheit solcher Investments.
In diesem Artikel biete ich ein weiteres mögliches Argument, nämlich dass die Überlegungen, die zu den gesetzlich anerkannten treuhänderischen Pflichten führen, auch eine Pflicht der ethischen Angemessenheit implizieren. Wenn das der Fall ist, könnte es sein, dass Finanzdienstleister nicht nur aus prudentiellen, sondern auch aus ethischen Gründen sozial verantwortlich investieren sollten.

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RATIONAL CHOICE THEORY AND WHY IT IS NOT VALUE-LADEN

23. Dezember 2020

Viele Leute glauben, dass sich die Ökonomie ausschliesslich mit Fakten und objektiven Statements auseinandersetzt. Das setzt voraus, dass man in Hinblick auf ökonomische Angelegenheiten klar zwischen Werten und Fakten unterscheiden kann. Für die moderne Ökonomie ist die Rational Choice Theory (RCT) zentral. Simon Reiss argumentiert, dass die Separierung von Werten und Fakten in der RCT nicht möglich ist und Ökonomie daher wertgeladen ist. In diesem Artikel möchte ich zeigen, dass Reiss sich irrt. RTC ist nicht wertgeladen.

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HOBBES, VERSCHOOR AND A LEGITIMATE DEMOS

20. September 2020

Der Text verfolgt zwei Argumentationsstränge. Einerseits wird untersucht, ob Hobbes' Theorie der Staatenbildung dem heiss debattierten "democratic boundary problem" anheimfällt. Andererseits wird ein Lösungsansatz für das Boundary Problem von Verschoor diskutiert und beurteilt, ob er das Problem erfolgreich lösen kann. 
Die Schlussfolgerung ist, dass es tatsächlich ein Problem gibt in Hobbes' Theorie bezüglich der legitimen Konstituierung der Gründungsmitglieder des Staates. Es handelt sich dabei allerdings nicht um das "democratic boundary problem". Verschoor's Ansatz dagegen ist geeignet, um Hobbes' Problem zu lösen, reicht allerdings nicht aus, um das Boundary Problem zu lösen.

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PLÄDOYER FÜR EIN AUSLÄNDERSTIMMRECHT

13. Juli 2020

Diese Arbeit ist ein Plädoyer für ein Ausländerstimmrecht in Demokratien. Im ersten Teil werden die Stimmen gegen das Ausländerstimmrecht betrachtet. Aus den wenigen Untersuchungen, die es zum Thema gibt, werden die Befürchtungen und eine Grundposition der Gegner beschrieben. Die Befürchtungen werden kurzerhand entkräftet und auf der Basis der Grundposition im Anschluss mögliche Gegenargumente gegen das Ausländerstimmrecht diskutiert.
Im zweiten Teil wird dann ein positives Argument für das Ausländerstimmrecht vorgebracht, dass auf der Idee eines demokratischen Inklusionsprinzips aufbaut.
Letztlich ist die gesamte Arbeit ein starkes Plädoyer für das Ausländerstimmrecht für alle Ausländer*innen, die für genügend lange Zeit ihren Wohnsitz und ihren Lebensmittelpunkt in der betreffenden politischen Ordnung haben. Das ergibt sich einerseits aus den Problemen, welche die Argumente gegen das Ausländerstimmrecht mit sich bringen und andererseits aus der positiven Argumentation für die Inklusion von Ausländern in den Demos.

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ARGUMENT AGAINST STRONG ARTIFICIAL INTELLIGENCE FORMALIZED

22. September 2018

Das ist der Versuch einer Formalisierung eines Arguments von Peter Godfrey-Smith gegen die Möglichkeit starker künstlicher Intelligenz. Dabei meint starke künstliche Intelligenz eine Maschine, die menschen-ähnliche subjektive Erfahrungen macht. 
Es dient eher als Grundlage für eine methodologische Diskussion denn als tatsächliche Argumentation für eine These.